Ausblick: Klimaschutz & Menschenrechte bedingen sich.

Landnahme und Extraktivismus gefährdet und zerstört vielerorts die Lebensweise der indigenen Gemeinden. Hinzu kommt: Die Auswirkungen der Klimakrise. Die Welt hat sich bereits um einen Grad erwärmt (Vergleich vorindustrieller Zeit). Am ersten und stärksten spüren das jene, die bereits in extremen Umweltbedingungen leben (Wie die indigenen Nomaden der Peul im Tschad/ Sahelzone Afrikas) und direkt von funktionierenden Ökosystemen abhängig sind.

Indigene Bevölkerungsgruppen sind aber auch deshalb stärker von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen, weil sie in vielen Ländern weniger Rechte haben an politischen Entscheidungsfindungen teilzuhaben. In manchen Ländern, wie beispielsweise Brasilien, verschlechtert sich die Situation.

sp5

Weiterlesen „Ausblick: Klimaschutz & Menschenrechte bedingen sich.“

Die Indigene Plattform auf den UN-Klimakonferenzen

Das Paris-Agreement erkennt an, dass indigene Gemeinden wichtig sind um Klimaschutz zu  gewährleisten und das sie über besonderes Wissen verfügen, um die Menschen vor den Folgen des Klimawandels zu schützen. Deshalb wurde die Indigene Plattform (LCIPP) geschaffen, die Maßnahmen fördern und initiieren soll um Klimaschutz und die Rechte der indigenen Bevölkerung gleichzeitig stärkt. Sie soll die Partizipation von Vertreter*innen der Indigenen stärken und ist in drei Bereiche unterteilt:

24541106548_b613675951_k

Weiterlesen „Die Indigene Plattform auf den UN-Klimakonferenzen“

Wissenschaft und Macht des Erbes indigener Völker

Zwei Wissenschaftlerinnen aus Latein-Amerika, Nidia González aus Kolumbien und Bibiana Bilbao aus Venezuela, haben über ihre Teilnahme als Referentinnen an Workshops von INFOE die Gemeinsamkeiten in ihrer Arbeit erkannt. Ende Oktober 2018 haben sie sich auf der 10. Konferenz des Nordic Latin American Research Network – NOLAN (Nordisches Lateinamerikanisches Forschungsnetzwerk) in Olso (OsloMet – Oslo Metropolitan University) Norwegen persönlich kennengelernt und zusammen mit anderen Wissenschaftler*innen und indigenen Führungs-persönlichkeiten ein Diskussionspanel organisiert, mit dem Titel: ‚Beyond paper rights, the turn of institutions to incorporate indigenous local knowledge‘.

f1

©Nidia González(left) and Bibiana Bilbao(right) during the NOLAN Conference welcome reception by Mayor of Oslo, Mrs. Marianne Borgen, at the City Hall. Thursday 25.10.2018

Nidia und Bibiana arbeiten beide mit mehreren nationalen und internationalen Initiativen zusammen, die sich der Förderung des Lebensunterhalts und des Kulturerbes indigener Gemeinschaften sowie dem Erhalt der Biodiversität auf der Grundlage traditioneller indigener Praktiken widmen. Ihre Arbeit umfasst die partizipative Zusammenarbeit mit indigenen Gemeinschaften sowie institutionellen und akademischen Stakeholdern. Nidia und Bibiana engagieren sich im und für den partizipativen und interdisziplinären Dialog über sozioökologische Probleme, das ökologische Wissen und die traditionellen indigenen Praktiken des Umweltschutz in wissenschaftlichen Debatten sowie für die Erarbeitung alternativer Lösungen zum globalen Problem des Klimawandel.

Weiterlesen „Wissenschaft und Macht des Erbes indigener Völker“

Beteiligung indigener Völker an der COP24

Neben der der erfolgreichen Verabschiedung der Plattform zu Indigenem Wissen auf der UN-Klimakonferenz (COP24), brachten Vertreter*innen der indigenen Bevölkerung ihre Anliegen auf verschiedenen Veranstaltungen vor.

Indigene Schüler aus den nördlichen Territorien Kanadas beispielsweise. Sie erzählen von den Auswirkungen des Klimawandels, wie der Schmelze der Permafrostböden, welche nun nicht mehr zum Speichern von Vorräten genutzt werden können sowie dem Ausbleiben der Karibus und der Veränderung der Fischarten in den Flüssen.

Indigene Repräsentanten aus Brasilien, äußerten sich sehr besorgt über die Zukunft Amazoniens und der nicht kontaktierten indigenen Völker, da der grade gewählte Präsident Jair Bolsonaro ankündigte, indigene Territorien für Landwirtschaft und Bergbau frei zu geben.

Fotos: Bärbel Henneberger

Links: SONIA GUAJAJARA, Präsidentin der APIB

In einem offiziellen Side Event wurden auch neue Studien zur Rolle Indigener Völker im Waldschutz vorgestellt:

Weiterlesen „Beteiligung indigener Völker an der COP24“

Indigene aus Brasilien auf der UN-Klimakonferenz

Nicht alle nationalen Regierungen verhandeln im Interesse ihrer indigenen Bevölkerung. Deshlab sind sie selbst auf der UN-Klimakonferenz anwesend und repräsentieren ihre Gemeinden. Eine von ihnen ist Nara Bané, Praesidentin der COIAB Brasilien.

Nara Baré ist Teil der gleichnahmigen indigenen Bevölkerung der Baré im  Nordwesten brasilieanischen Amazonasgebiet, das an Kolumbien und Venezuela grenzt. Ihr voller Vorname ist  Iandara, was Mittag bedeutet: Die starke und widerstandsfähige Sonne. Auf der UN-Klimakonferenz (COP) war sie als Vertreterin der indigenen Bevölkerung Brailiens. Sie ist die Praesidentin der COIAB Brasiliens, dem Dachverband aller indigenen Gemeinden.

Weiterlesen „Indigene aus Brasilien auf der UN-Klimakonferenz“

Der Kampf um die Wiederherstellung von Portawe Lelfün

Im Süden Chiles, in der 9. Region ‘Araucania’ in der Gemeinschaft Galvarino, setzen sich Mapuche Gemeinden seit 18 Jahren für die Anerkennung, die ökologische und kulturelle Wiederherstellung sowie die Rückgabe des kulturell bedeutenden Ortes ‘Portawe Lelfün’ ein. In ihrer Argumentation stehen dabei nicht ihre angestammten und rechtmäßigen Landrechte im Vordergrund, sondern die Bedeutung des Ortes Portawe Lelfün für die Ausübung kultureller Praktiken und die kulturelle Integrität der Mapuche, die wiederum die Basis bilden für einen respektvollen und nachhaltigen Umgang mit der Natur und damit für den Wald- und Klimaschutz.

Ein Beitrag von Pedro Coña Caniullan

Portawe Lelfün – an area of cultural importance for Mapuche People in Chile

Cultural practices are crucial for Mapuche people to live in harmony with mother earth (Nuke Mapu). Portawe Lelfün is one of the places that Mapuche communities need for cultural ceremonies related to the climate. However, after a process of 18 years trying to reclaim the area, the Mapuche communities are still not allowed to access this area and carry out their ceremonies which form an important part of their culture and the comprehensive process of restoration and restitution that Mapuche people are working for.

Weiterlesen „Der Kampf um die Wiederherstellung von Portawe Lelfün“

Das Sterben der Baobab Bäume

Der Baobab Baum ist einer der größten und ältesten Bäume der Erde. Zuhause ist er in den Savannen des Kontinents Afrika. In Südafrika, Simbabwe und weiteren Ländern. Er kann bis zu 3000 Jahre alt werden und hat sich perfekt an seine Umwelt angepasst: Er kann große Mengen an Wasser speichern, um die Dürrezeit zu überdauern.

Seine Früchte dienen Tieren als auch den Menschen als Nahrung. Seine Blätter können gekocht werden und dienen bei der lokalen Bevölkerung als Beilage. Frauen haben gelernt auch Medizin aus dem Baobab Baum zu gewinnen… Weiterlesen „Das Sterben der Baobab Bäume“