Ausblick: Klimaschutz & Menschenrechte bedingen sich.

Landnahme und Extraktivismus gefährdet und zerstört vielerorts die Lebensweise der indigenen Gemeinden. Hinzu kommt: Die Auswirkungen der Klimakrise. Die Welt hat sich bereits um einen Grad erwärmt (Vergleich vorindustrieller Zeit). Am ersten und stärksten spüren das jene, die bereits in extremen Umweltbedingungen leben (Wie die indigenen Nomaden der Peul im Tschad/ Sahelzone Afrikas) und direkt von funktionierenden Ökosystemen abhängig sind.

Indigene Bevölkerungsgruppen sind aber auch deshalb stärker von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen, weil sie in vielen Ländern weniger Rechte haben an politischen Entscheidungsfindungen teilzuhaben. In manchen Ländern, wie beispielsweise Brasilien, verschlechtert sich die Situation.

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Im Angesicht der vielen Probleme, die auf die indigene Bevölkerung einwirken, findet aber gleichzeitig eine globale Bewegung statt, in der sich Indigene Gemeinden vernetzen und beispielsweise auf den UN-Klimakonferenzen für ihre Rechte streiten und dort eine Plattform bilden für zukünftige gemeinsame Arbeit. Außerdem wird der Welt immer mehr bewusst: Um Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen umzusetzen, wird das traditionelle Wissen der indigenen dringend benötigt. Denn selbst wenn die globale mittlere Temperatur unterhalb von 1,5 Grad gehalten wird, Anpassung an die neuen Umweltbedingungen werden immer dringender.

Laut dem UN-Weltklimarat muss der Ausstoß von Treibhausgasen innerhalb des nächsten Jahrzehnts halbiert werden, um diese 1,5 Grad noch halten zu können. Um dies zu erreichen ist besonders auch das Engagement und das Wissen der indigenen Bevölkerung existenziell wichtig. Wälder, die von der indigenen Bevölkerung verwaltete werden, sind die Artenreichsten und Intaktesten der Erde. Dieser Blog berichtete 2018 über die Anwendung ihres wertvollen Wissens für Waldschutz und für Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel. Der Streit der indigenen Bevölkerung für Klimaschutz sowie für Menschenrechte und Selbstbestimmung wird unaufhaltsam weiter gehen. Die Menschen in den Ländern des globalen Nordens können viel von ihnen lernen und sollten ihr Handeln im Klimaschutz so ausrichten, dass indigene Gemeinden keine negativen Auswirkungen mehr spüren. Dann wird es auch dem Rest der Menschheit gut gehen.

 

 

 

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