Beteiligung indigener Völker an der COP24

Neben der der erfolgreichen Verabschiedung der Plattform zu Indigenem Wissen auf der UN-Klimakonferenz (COP24), brachten Vertreter*innen der indigenen Bevölkerung ihre Anliegen auf verschiedenen Veranstaltungen vor.

Indigene Schüler aus den nördlichen Territorien Kanadas beispielsweise. Sie erzählen von den Auswirkungen des Klimawandels, wie der Schmelze der Permafrostböden, welche nun nicht mehr zum Speichern von Vorräten genutzt werden können sowie dem Ausbleiben der Karibus und der Veränderung der Fischarten in den Flüssen.

Indigene Repräsentanten aus Brasilien, äußerten sich sehr besorgt über die Zukunft Amazoniens und der nicht kontaktierten indigenen Völker, da der grade gewählte Präsident Jair Bolsonaro ankündigte, indigene Territorien für Landwirtschaft und Bergbau frei zu geben.

Fotos: Bärbel Henneberger

Links: SONIA GUAJAJARA, Präsidentin der APIB

In einem offiziellen Side Event wurden auch neue Studien zur Rolle Indigener Völker im Waldschutz vorgestellt:

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Indigene aus Brasilien auf der UN-Klimakonferenz

Nicht alle nationalen Regierungen verhandeln im Interesse ihrer indigenen Bevölkerung. Deshlab sind sie selbst auf der UN-Klimakonferenz anwesend und repräsentieren ihre Gemeinden. Eine von ihnen ist Nara Bané, Praesidentin der COIAB Brasilien.

Nara Baré ist Teil der gleichnahmigen indigenen Bevölkerung der Baré im  Nordwesten brasilieanischen Amazonasgebiet, das an Kolumbien und Venezuela grenzt. Ihr voller Vorname ist  Iandara, was Mittag bedeutet: Die starke und widerstandsfähige Sonne. Auf der UN-Klimakonferenz (COP) war sie als Vertreterin der indigenen Bevölkerung Brailiens. Sie ist die Praesidentin der COIAB Brasiliens, dem Dachverband aller indigenen Gemeinden.

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Der Kampf um die Wiederherstellung von Portawe Lelfün

Im Süden Chiles, in der 9. Region ‘Araucania’ in der Gemeinschaft Galvarino, setzen sich Mapuche Gemeinden seit 18 Jahren für die Anerkennung, die ökologische und kulturelle Wiederherstellung sowie die Rückgabe des kulturell bedeutenden Ortes ‘Portawe Lelfün’ ein. In ihrer Argumentation stehen dabei nicht ihre angestammten und rechtmäßigen Landrechte im Vordergrund, sondern die Bedeutung des Ortes Portawe Lelfün für die Ausübung kultureller Praktiken und die kulturelle Integrität der Mapuche, die wiederum die Basis bilden für einen respektvollen und nachhaltigen Umgang mit der Natur und damit für den Wald- und Klimaschutz.

Ein Beitrag von Pedro Coña Caniullan

Portawe Lelfün – an area of cultural importance for Mapuche People in Chile

Cultural practices are crucial for Mapuche people to live in harmony with mother earth (Nuke Mapu). Portawe Lelfün is one of the places that Mapuche communities need for cultural ceremonies related to the climate. However, after a process of 18 years trying to reclaim the area, the Mapuche communities are still not allowed to access this area and carry out their ceremonies which form an important part of their culture and the comprehensive process of restoration and restitution that Mapuche people are working for.

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Das Sterben der Baobab Bäume

Der Baobab Baum ist einer der größten und ältesten Bäume der Erde. Zuhause ist er in den Savannen des Kontinents Afrika. In Südafrika, Simbabwe und weiteren Ländern. Er kann bis zu 3000 Jahre alt werden und hat sich perfekt an seine Umwelt angepasst: Er kann große Mengen an Wasser speichern, um die Dürrezeit zu überdauern.

Seine Früchte dienen Tieren als auch den Menschen als Nahrung. Seine Blätter können gekocht werden und dienen bei der lokalen Bevölkerung als Beilage. Frauen haben gelernt auch Medizin aus dem Baobab Baum zu gewinnen… Weiterlesen „Das Sterben der Baobab Bäume“

Auswirkungen des Klimawandels auf die Lebensweise der indigenen Bevölkerung in Nepal

 

Ein Interview mit Pasang Dolma Sherpa, Geschäftsführerin am Forschungs- und Entwicklungzentrum für Indigene Gemeinschaften (Center for Indigenous Peoples‘ Research and Development – CIPRED) in Nepal.

Welche Auswirkungen hat der globale Klimawandel speziell in Nepal?

Die Folgen des Klimawandel sind überall zu beobachten, aber in Entwicklungsländern wie Nepal sind die Auswirkungen besonders spürbar. Nepal ist das Land, das am viertstärksten von den Auswirkungen der globalen Erwärmung betroffen ist. Wenn das Eis auf den Bergen schmilzt, laufen die Gletscherseen über. Das führt zu schweren Erdrutschen. Der Klimawandel hat überall sichtbare Auswirkungen, aber vor allem bei den indigenen Gemeinschaften, die im Wald oder in sehr abgelegenen Gebieten wohnen und die direkt von ihrem Land leben.

Sie betreiben Subsistenz-Landwirtschaft [das heißt, sie bauen Essen für ihren Eigenbedarf an]. Sie sind stark von ihrer Umwelt abhängig, zum Beispiel vom Regen und darum am meisten von den Veränderungen betroffen. Wenn es nicht rechtzeitig regnet, wenn sich die Niederschlagsmuster verändern, dann können sie ihre gewohnten Anbaumethoden nicht anwenden. Das ist einer der Umstände, mit denen indigene Gemeinschaften konfrontiert sind. Die Klimafolgen beeinflussen ganz konkret ihren Alltag.

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Auswirkung der Gletscherschmelze in den Anden

Die Trinkwasserversorgung in den Anden ist gefährdet. Durch den Klimawandel schmelzen die Gletscher schneller, als dass sie sich nachbilden können. Die Menschen und ihre Lebensweise in den Anden wird seit Jahrtausenden mit dem Wasser der Gletscher versorgt. Ihre Kultur, sowie die großen Städte in den Anden, sind nun bedroht.

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Mein Großvater, ich und der Wald

Ein Gastbeitrag von Arlen Ribeira Calderón, jitoma ibaima.

Übrsetzung: Elke Falley-Rothkopf

Als sich mein Verstand so weit entwickelt hatte, realisierte ich, dass mich mein Großvater mütterlicherseits sehr liebte. Man kann sagen, ich war der verwöhnte Enkel und so liebte ich meinen Großvater ebenfalls innig.

Er sang mir immer Lieder in unserer Muttersprache vor, während er die Hängematte hin- und herschwang, damit ich einschlief. Die Lieder hatten immer hübsche, liebevolle Botschaften und erzählten auch von den Pflanzen, den Blumen und den Flüssen. Mit diesen sagte er mir auch, dass ich wie ein großer Baum wachsen sollte, um Früchte zu tragen und die anderen vor dem Wind und dem Regen zu schützen und um u.a. den erschöpften Menschen Schattten zu spenden.

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